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Gebäudeautomation als erste Sanierungsmaßnahme lohnt sich schon rein wirtschaftlich: die günstigste Option mit dem schnellsten Return. Was dabei oft übersehen wird: Die eigentliche Wertschöpfung fängt damit erst an. Denn mit der Automation zieht auch etwas anderes ins Gebäude ein, das für alle folgenden Sanierungsschritte entscheidend wird – Daten.
Gebäudeautomationssysteme erfüllen zwei Aufgaben gleichzeitig: Einerseits steuern sie beispielsweise Heizung, Kühlung, Lüftung und Licht bedarfsgerecht. Andererseits werden dabei kontinuierlich Daten darüber gesammelt, was im Gebäude passiert. Energieflüsse, Verbrauchsdaten, Luftqualität oder Raumtemperaturen: All das fällt als Nebenprodukt der Automation an, ganz ohne zusätzlichen Aufwand.
Das bedeutet: Man bekommt nicht nur ein effizienter geregeltes Gebäude, sondern gleichzeitig ein hochauflösendes Bild davon, wie sich das Gebäude tatsächlich verhält – Raum für Raum, Stunde für Stunde. Genau dieses Bild fehlt bei klassischen Sanierungsplanungen fast immer, weil sie meist auf groben Schätzwerten, Erfahrungswerten oder punktuellen Messungen basieren.
Zwei Beispiele zeigen, wie konkret sich das im weiteren Sanierungspfad niederschlägt:
Hochauflösende Messungen der Raumtemperatur zeigen, in welchen Teilen des Gebäudes die Temperatur unverhältnismäßig schnell abfällt. Statt das gesamte Gebäude pauschal zu dämmen oder sich auf eine grobe Einschätzung des Energieberaters zu verlassen, ist genau bekannt, wo der Wärmeverlust am größten ist – und wo eine Dämmung den größten Effekt bringt. Das Budget für die nächste Sanierungsphase lässt sich damit gezielt dort einsetzen, wo es am meisten wirkt.
Noch deutlicher wird der Effekt bei der Heizungserneuerung. Klassische Auslegungsverfahren rechnen oft mit konservativen Normwerten und pauschalen Sicherheitszuschlägen – das Ergebnis sind häufig überdimensionierte Anlagen, die mehr kosten als nötig. Mit echten Verbrauchsdaten aus dem Gebäudeautomationssystem lässt sich die neue Wärmepumpe oder der Fernwärmeanschluss dagegen passgenau auslegen.
Der finanzielle Hebel dahinter ist erheblich: Ein Gebäudeautomationssystem für 10–30 € je m² BGF kann sich bereits allein dadurch lohnen, dass die 90–270 € je m² BGF teure Wärmepumpe in der Folge 10–20 % kleiner ausgelegt werden kann. Die Investition in Daten zahlt sich damit doppelt aus – einmal durch die direkte Energie-Einsparung der Automation, und ein zweites Mal durch die Einsparungen bei jeder nachfolgenden Maßnahme.
Was für ein einzelnes Gebäude gilt, entfaltet auf Portfolioebene noch größere Wirkung. Fortschrittliche Sanierungsplanungstools nutzen heute bereits Messdaten aus dem Gebäudebetrieb, um daraus optimale Sanierungsstrategien auf Gebäude- und Portfolioebene zu berechnen. Statt jedes Objekt einzeln und mit Schätzwerten zu planen, lässt sich so über das gesamte Portfolio hinweg priorisieren: Welches Gebäude braucht zuerst eine neue Fassade? Wo reicht eine kleinere Wärmepumpe? Wo lohnt sich eine Investition aktuell noch gar nicht? Die Antworten darauf liefert nicht mehr die Erfahrung des Energieberaters allein, sondern das Gebäude selbst – über seine eigenen Daten.
Genau an diesem Punkt setzt viboo an. Unsere cloudbasierte, KI-gestützte Plattform verbindet sich mit kabellosen IoT-Geräten im Gebäude und lernt aus deren Messdaten, wie sich das Gebäude verhält. Aus diesen Daten, sowie Wettervorhersagen und Nutzungsverhalten leitet das System eini Modell für jeden einzelnen Raum ab und steuert die Heizleistung vorausschauend statt reaktiv, in der Regel ohne Komfortverlust und bei 20–30 % geringerem Heizenergieverbrauch.
Über viboo.cloud erhalten Facility Manager und Portfoliomanager dabei genau die Einblicke, die für die weitere Sanierungsplanung relevant sind: Wo im Gebäude kühlt es überdurchschnittlich schnell aus? Wo ist die Grundlast im Vergleich zu ähnlichen Räumen auffällig hoch? Weil das System hardwareunabhängig mit gängigen Thermostaten und Sensoren führender Hersteller arbeitet, lässt es sich zudem innerhalb weniger Stunden installieren – ohne den laufenden Betrieb zu stören und ohne dass zuerst ein aufwendiges klassisches Gebäudeleitsystem verkabelt werden müsste. Damit steht die Datengrundlage für die nächsten Sanierungsschritte oft schon nach kurzer Zeit zur Verfügung.
Dieser Beitrag ist Teil einer Serie zum Whitepaper „Die Rolle der Gebäudeautomation in der Sanierungsstrategie von Gebäuden und Portfolios“ von Felix Bünning, Co-Founder viboo. Das vollständige Whitepaper mit allen Hintergründen, Zahlen und Business-Modellen finden Sie hier: Whitepaper als PDF herunterladen.
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